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Florida 2005

 TAG 2 - EDISON & FORD


Der zweite Tag begann mit der Erkenntnis, dass amerikanische Betten nicht wirklich gemütlich sind: das Bett war viel zu wackelig, die Decke viel zu dünn und der viel zu laute Zimmer-Kühlschrank tat sein Übriges, sodass wir mit viel zu wenig Schlaf aus den Betten kriechen mussten. Frühstück gabs aber nur bis 9 Uhr und so stand langes Ausschlafen nicht zur Debatte. Und beim Frühstück folgte dann direkt die nächste Erkenntnis: Das amerikanische Frühstück ist für uns Deutsche sehr gewöhnungsbedürftig! Im Hotel gab es ein kontinentales Frühstücksbuffet, das hauptsächlich aus (getoasteten) Bagels oder Weißbrot mit verschiedenen Marmeladen oder Erdnussbutter bestand. Dazu gab es noch Cerialien und Obst. Zu Trinken gab es Saft oder Kaffee. An diesem Morgen wussten wir aber noch nicht, dass wir auf unserer Rundreise noch bessere Frühstücke - und auch weitaus schlechtere - zu uns nehmen sollten...

Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um die Edison & Ford Winter Estates zu besuchen. Doch leider öffneten diese erst um 12 Uhr ihre Tore. Also beschlossen wir, erst einmal einen Supermarkt aufzusuchen, um ein paar Getränke und Knabberei für die langen Autofahren zu besorgen. Aber woran erkennt man in Amerika einen Supermarkt? Wir fuhren erst einmal ein bisschen durch die Gegend und lernten dabei Fort Myers Downtown kennen: Ein heruntergekommener Stadtkern, in dem sich keine Menschenseele befand, da es dort auch nichts mehr gab, wofür es sich gelohnt hätte, hinzugehen. Nachts hätte man hier sicherlich um sein Leben fürchten mü
ssen. Da wir dort auch keinen Supermarkt vermuteten, fuhren wir wieder zurück auf die Hauptstraße und landeten schließlich nach ein bisschen Orientierungslosigkeit in der Edison Mall, wo es aber leider auch keinen Supermarkt gab. Also machten wir uns wieder auf den Weg und entdeckten einen Markt der Kette Albertsons, wo wir eine Palette Wasser und einige Butterkekse kauften. Mitterweile hatten wir nun auch schon die Mittagszeit erreicht, und so fuhren wir zurück zum Museum.

Dort staunten wir erst einmal nicht schlecht über den größten Banyan Tree, eine riesige Ansammlung von Stämmen und Ästen und in Wirklichkeit nur ein einziger großer Baum. Im Museum selbst erfuhren wir dann einiges über den Erfindungsreichtum Edisons und seine Freundschaft zu Ford. Die Besichtigung der eigentlichen Winterwohnsitze der beiden haben wir uns dann aber erspart, da sie auch nur in Kombination mit einer Führung möglich gewesen wäre.

Statt dessen sind wir nach Sanibel Island gefahren und haben uns dort auf die Suche nach einer der Hauptattraktionen der Insel gemacht: dem Leuchtturm von Sanibel Island. Diesen haben wir auch irgendwann gefunden und begutachtet, allerdings nur von außen, da man nicht auf ihn hinauf durfte - und auch nicht wirklich wollte. Direkt daneben lag der Strand, der besonders durch seine Muschelvielfalt auffiel, was wir vor allem bei unserem Strandspaziergang an dem Füßen bemerkten. Nachdem unsere für eine Stunde gefütterte Parkuhr abgelaufen war, fuhren wir weiter auf die nächste Insel, Captiva Island
, die hauptsächlich aus einer einzigen Hauptstraße besteht. Diese ist nach einer Kurve dann auch plötzlich zu Ende, und da wir unseren Füßen schon genug Muscheln zugemutet hatten für einen Tag, drehten wir um und fuhren wieder zurück.

Auf dem Rückweg zum Hotel machten wir noch einen kleinen Abstecher durch Fort Myers Beach und fielen dann später wieder erschöpft auf unsere Betten. Unseren Hunger wollten wir dann nach Sonnenuntergang noch gegenüber vom Hotel stillen, wo wir auf der anderen Straßenseite ein großes Subway-Schild haben leuchten sehen. Bei näherer Betrachtung stellte es sich dann allerdings als in eine Tankstelle integriertes Subway heraus, bei noch näherer Betrachtung war es dann geschlossen und machte erst am nächsten Morgen wieder auf. Aber Amerika wäre nicht Amerika, wenn man mehr als 100 Meter fahren müsste, um über das nächste Fast-Food-Restaurant zu stolpern. Ersatzweise sind wir bei Burger King gelandet, wo wir auf die ersten Verständigungsprobleme stießen, da die asiatische Bedienung hinter der Kasse zu ihrer Piepsstimme auch noch schrecklich nuschelte. War wohl ihr erster Tag. Irgendwann hatten wir dann aber unser Essen, das vielleicht nicht zu 100 Prozent unserer Bestellung entsprach, dafür aber auch nicht wirklich lecker war. Und da die Klimaanlage höchstens auf gefühlte 16 Grad stand, machten wir uns auch schon bald wieder auf den Heimweg.

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