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Florida 2005

 TAG 4 - VON WEST NACH OST


Von Naples nach Miami Beach
Ausgeschlafen und erholt ging es in den vierten Tag. Beim Cove Inn gab es kein Frühstück inklusive, so checkten wir schon früh aus und begaben uns auf die Suche nach einem Denny's, um dort unser amerikanisches Frühstück zu uns zu nehmen. Dieses fiel dann auch verdammt üppig aus: Bacon, Rührei, eine große Scheibe Schinken, zwei Würsten, eine Kartoffelartige Masse und dazu noch Pancakes mit Ahornsirup. Als Getränk hatten wir die Wahl zwischen Kaffee und Orangensaft. Und anschließend waren wir alle satt, wenn nicht sogar überfressen und brauchten einige Stunden, um die Mahlzeit zu verdauen. Puh!

Danach begaben wir uns auf unsere erste längere Etappe einmal quer von der West- zur Ostküste. Nach rund 30 km hörte die Zivilisation so langsam auf und das Gras- und Sumpfgebiet breitete sich aus, sodass wir eine Zeitlang nichts anderes als Gras, Bäume und Wasser sahen. Und dazwischen eine einzige Straße. Ein leerer Tank oder sogar eine Panne wäre hier echt unpraktisch gewesen. Irgendwann erreichten wir eine Abzweigung, bei der es links nach Everglades City ging. Und da uns die Wiesbadenerin empfohlen hatte, die ersten Airboat-Tours links in Everglades City zu nehmen, riskierten wir einen Abstecher.

Nach runden 5 Minuten erreichten wir die Stadt und fanden auch besagte Airboote, entschieden uns dann aber, nicht anzuhalten. Auch den Rest erkundeten wir nur aus dem Auto heraus, alles hier machte einen sehr heruntergekommenen und verlassenen Eindruck, nicht gerade einladend, um irgendwelche Ausflüge zu unternehmen. Und nach unserer Fahrt über eine kleine S
traße namens Broadway kehrten wir zurück auf die Hauptstraße Richtung Miami. Vorbei am kleinsten Postamt der USA, das leider so klein war, dass wir schon dran vorbei waren, als wir es bemerkten.

Nach einer knappen weiteren Stunde fing dann auch die Zivilisation so langsam wieder an, und schon kurz darauf standen wir im Stau in Miami. Die Außenbezirke begeisterten uns auch nicht wirklich, denn hier sah alles nach dreckiger Großstadt aus. Vor allen Dingen machten sich hier direkt die spanischen Einwohner bemerkbar, denn hier war (fast) alles auf Spanisch. Also fuhren wir erst einmal weiter und landeten im Bankenviertel, wo sich ein riesiger Wolkenkratzer neben den nächsten reiht. Als Ziel hatten wir uns in der Zwischenzeit ein kleines Hotel mitten in Miami Beach ausgesucht, sodass uns unsere Navigation erst einmal auf die Insel führte.

Schon bald standen wir dann auch vor gesuchtem Hotel, doch dieses befand sich noch auf der anderen Straßenseite, und auf Grund einer Baustelle konnten wir dort nicht links abbiegen. Also versuchten wir es erst einmal rechts, um uns dann mit einem geschickten Wendemanöver anzunähern. Das nächste Problem war dann aber der Mangel an Parkplätzen, da das Hotel keine eigenen zu bieten hatte, und so fuhre
n wir einmal um den Block, um schon bald wieder in der Baustelle zu stehen. Nach einem zweiten erfolglosen Versuch entschieden wir dann, dass dieses Hotel wohl doch nicht so geeignet für vollgepackte 4-Wochen-Reiseende ist. Als Alternative hatten wir ein Howard Johnson, dass etwas außerhalb gelegen sein sollte. "Etwas außerhalb" stellte sich dann als 15-minütige Fahrzeit heraus, doch wenigstens konnten wir erst einmal aus dem Auto und uns kurzzeitig auf die Betten schmeißen.

Die weitere Erholung wollten wir uns dann noch am Strand gönnen, und das Hotel hatte einen eigenen Zugang zu diesem, inklusive Schirm- und Liegenverleih. Die Preise dafür waren zwar ziemlich happig, aber da der Verleih nur noch eine Stunde geöffnet hatte, mussten wir nur einen halben Schirm bezahlen, die Liegen bekamen wir umsonst dazu. Nach einer Runde im Atlantik und ein bisschen Entspannung auf den Liegen war der Spaß dann aber auch schon wieder vorbei, und wir wurden vom Strand-Boy vertrieben, da er alles einsammeln musste.

Kurz darauf machten wir uns dann auf die Suche nach dem berühmten Ocean Drive, und nach 20 Minuten Fahrt und ein wenig Orientierungslosigkeit mussten wir dann plötzlich feststellen, dass wir uns bereits mitten drauf befanden.
Für unser Auto fanden wir dann auch einen Parkplatz in einer Seitenstraße und fütterten die Parkuhr für 3 Stunden. Anschließend wanderten wir den Drive in der Dämmerung einmal auf und ab, um das pralle Nachtleben von Miami Beach zu erfahren. Danach suchten wir uns ein Plätzchen für unser Abendessen, und landeten im News Cafe, dessen Speisekarte uns am meisten zusagte. Dort schmeckte es uns so gut, dass wir sogar noch einen Nachtisch zu uns nahmen - inklusive Souvenir-Becher. Mittlerweile war die Sonne komplett verschwunden, und so wanderten wir zum Abschluss noch einmal über die bunt erleuchtete Straße, bevor wir unser Auto auslösten.

Danach fuhren wir aber noch nicht zum Hotel zurück, sondern machten noch einen nächtlichen Trip über die Brücke zurück nach Miami, um uns noch ein wenig an der erleuchteten Skyline zu ergötzen. Auf der anderen Seite erwartete uns dann aber schon wieder ein Stau, und so machten wir dann auch schon bald wieder kehrt. Dabei gerieten wir kurzzeitig in eine Nebenstraße, die besonders in der Dunkelheit so aussah, als würde jeden Moment jemand mit einer gezogenen Waffe um die Ecke kommen, aber nach Überprüfung der Zentralverriegelung waren wir dann auch schon bald wieder zurück auf der sicheren Brücke nach Miami Beach und unserem Hotel.

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